Was für ein perfekter Abend in der kleinen Galerie „Die Metzgerei“! Ein traumhafter Abend.

 

Vernissage von Alexander Litzel: Die Metzgerei

Traumhafter Abend

Die Vernissage „Lebe deinen Traum, träume dein Leben!“ von Alexander Litzel war mehr als gut besucht, teilweise konnte man sich kaum noch durch die beiden Räume bewegen. Surreale Atmosphäre zu surrealen Bildern – dass man sich hier in einer ehemaligen Metzgerei befindet, ist deutlich spürbar, die Wände sind lindgrün gekachelt, der Boden gefliest, im ehemaligen Kühlraum hängen die Bilder an Fleischerhaken. Das alte Sofa im Verkaufsraum ist voll besetzt, überall stehen und sitzen Besucher und die beiden Musiker „November me“ und Tim Jaacks schaffen eine tolle Wohnzimmeratmosphäre, wie sie so dicht umringt von ihren Zuhörern im Kerzenlicht zu ihren Gitarren singen.

Alexander Litzels Bilder erzählen uns Geschichten. Keine altbekannten, sondern ganz neue, noch nie zuvor gehörte, die dem Betrachter durch den Kopf spuken, wenn er eigentlich vertrauten Motiven auf so ungewöhnliche Weise dargestellt gegenübersteht.

Das “Selbstporträt als Frosch” erinnert uns natürlich sofort an den frechen Froschkönig aus dem Märchen unserer Kindertage: Er blickt uns mit seinem unglaublich breiten Maul unverwandt und herausfordernd an  - aber sieht er nicht zugleich auch aus wie ein grotesker, trauriger Clown? Der angehende Fachlehrer Alexander Litzel zeigt in seiner Ausstellung  "Lebe deinen Traum - Träume dein Leben” ein breites Spektrum an künstlerischen Techniken. Der gemeinsame Nenner ist in allen Arbeiten seine an die surrealistische Malerei erinnernde Ausdrucksweise, nämlich die genaue realistische Darstellungsweise phantastischer Inhalt, von Gefühlen und Traumbildern. Dies fällt vor allem bei seinen detailreichen Zeichnungen auf. In einigen Werken zieht er jedoch in diese scheinbar gegenständliche  Darstellung eine Art zweite Ebene ein und verwirrt den Betrachter durch die Auflösung der Perspektive und durch visuelle Überblendungen. Damit entsteht eine fesselnde Spannung und Unruhe in manchen seiner Bilder, wie  bei “men who do not cry" oder „Schlaf“, die meines Erachtens zu den eindrucksvollsten dieser Ausstellung zählen.

 

 

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Gabriele Smekal

 

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